Glossar

Was ist ein Orderbuch?

In einem Satz

Ein Orderbuch ist die Live-Liste aller Kauf- und Verkaufsorders für ein Asset — sie zeigt, zu welchem Preis und in welcher Größe Menschen handeln möchten.

Zentralisierte Börsen führen Trades über ein Orderbuch zusammen: Kaufgebote auf der einen Seite, Verkaufsangebote auf der anderen, nach Preis sortiert. Überschneiden sich ein Kauf- und ein Verkaufsgebot, wird ein Trade ausgeführt.

Es zu lesen, verrät Dinge, die ein Chart nicht zeigt. Die Tiefe — wie viel Volumen auf jedem Kursniveau liegt — zeigt an, wie weit eine große Order den Kurs verschieben würde. Ein dünnes Orderbuch bedeutet, dass schon kleine Trades den Markt bewegen. Die Lücke ganz oben ist der Spread.

Behandeln Sie scheinbare Order-Mauern mit einer gewissen Skepsis. Orders lassen sich sofort stornieren, und das Platzieren großer Orders ohne Absicht, sie tatsächlich auszuführen — um einen falschen Eindruck von Nachfrage oder Angebot zu erzeugen —, ist eine bekannte Manipulationstaktik namens Spoofing.

Zum Beispiel

Dezentrale Börsen nutzen meist keine Orderbücher; sie bepreisen Trades stattdessen anhand von Liquiditätspools.

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