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Market-Orders vs. Limit-Orders

Der Unterschied zwischen den beiden Ordertypen, denen jeder Einsteiger begegnet, wann welcher angebracht ist, und warum die Standardeinstellung oft die teurere ist.

Kurz gefasst

Eine Market-Order wird sofort zu jedem verfügbaren Preis ausgeführt. Eine Limit-Order wird nur zu deinem Preis oder besser ausgeführt, füllt sich aber möglicherweise gar nicht. In dünnen oder schnellen Märkten ist die Limit-Order meist die sicherere Wahl.

Zentrale Begriffe

  • Market-Order = sichere Ausführung, keine Preiskontrolle
  • Limit-Order = Preiskontrolle, keine sichere Ausführung
  • Dünne Märkte bestrafen Market-Orders stark
  • Limit-Orders qualifizieren sich oft für eine niedrigere Gebührenstufe
  • Ein einfacher „Kaufen"-Button ist meist eine Market-Order plus Spread

Jede Börse bietet beide an, die meisten Einsteiger nutzen den ersten, ohne es zu merken, und das kostet sie häufig Geld.

Market-Orders

Eine Market-Order sagt: Führe das sofort aus, zu welchem Preis auch immer verfügbar ist. Sie nimmt die besten Angebote im Orderbuch der Reihe nach, bis deine Order vollständig ist.

Vorteil: Sie wird ausgeführt, und zwar sofort.

Nachteil: Du hast keine Kontrolle über den Preis. In einem tiefen, liquiden Markt ist der Unterschied vernachlässigbar. In einem dünnen frisst sich deine Order Preisstufe für Preisstufe durch, und der Durchschnittspreis kann deutlich von der Zahl abweichen, die du auf dem Bildschirm gesehen hast.

Der angezeigte Preis beim Drücken von „Kaufen“ ist der zuletzt gehandelte Preis. Das ist eine Information über die Vergangenheit, kein Versprechen für deine Ausführung.

Limit-Orders

Eine Limit-Order sagt: Führe das nur zu meinem Preis oder besser aus. Ein Kauf-Limit wird zu oder unter deiner Zahl ausgeführt; ein Verkaufs-Limit zu oder über ihr.

Vorteil: Du kannst nicht zu einem Preis ausgeführt werden, den du nicht akzeptiert hast. Das eliminiert Slippage vollständig und qualifiziert sich oft für eine niedrigere Gebührenstufe, da liegende Orders Liquidität hinzufügen.

Nachteil: Sie füllt sich vielleicht nie. Bewegt sich der Markt weg, bleibt deine Order unausgeführt. Willst du gerade aus einer fallenden Position aussteigen, ist „nicht ausgeführt“ ein teures Ergebnis.

Was du wann nutzt

Situation Bessere Wahl
Kauf eines großen Coins auf einem tiefen Markt Beides — Unterschied ist gering
Kauf von etwas Kleinem oder Illiquidem Limit
Bei hoher Volatilität Limit
Du musst jetzt raus, Preis zweitrangig Market
Order groß im Verhältnis zum Volumen Limit, in Teile aufgeteilt

Die versteckte Standardeinstellung

Einfache „Krypto kaufen“-Oberflächen — die mit einem einzigen Betragsfeld und einem großen Button — führen fast immer eine Market-Order aus, mit einem in den angezeigten Kurs eingebauten Spread. Bietet eine Plattform eine „erweiterte“ oder „Pro“-Ansicht, liegt dort meist das echte Orderbuch mit Limit-Orders, häufig zu deutlich geringeren Kosten für exakt denselben Kauf.

Von der einfachen zur Trading-Oberfläche zu wechseln, ist eine der einfachsten Kostenersparnisse für Einsteiger.

Eine Anmerkung zu Stop-Orders

Stop-Loss-Orders lösen einen Verkauf aus, wenn der Preis auf ein festgelegtes Niveau fällt. Sie klingen nach Schutz, verhalten sich aber in schnellen Kryptomärkten unberechenbarer als erwartet: Ein kurzer Ausschlag nach unten kann deinen Stop auslösen und zu einem schlechten Preis verkaufen, bevor sich der Markt erholt. Sie sind ein Werkzeug mit echten Kompromissen, kein Sicherheitsnetz.

Was du als Nächstes lesen solltest

Als Nächstes: Dollar-Cost-Averaging erklärt.

Quellen

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