Glossar
Was ist eine Blockchain?
In einem Satz
Eine Blockchain ist ein gemeinsam geführtes Verzeichnis von Transaktionen, von dem viele Computer eine Kopie speichern – mit klaren Regeln, wer etwas hinzufügen darf, und ohne einen einzelnen Eigentümer, der das Sagen hat.
Stell dir eine Blockchain wie ein Kontobuch vor – eine Liste, wer wem was geschickt hat –, nur dass nicht eine einzelne Bank die einzige Kopie besitzt, sondern tausende Computer jeweils eine identische Kopie führen. Will jemand neue Transaktionen hinzufügen, folgt das Netzwerk einem festgelegten Verfahren, um zu entscheiden, ob sie gültig sind. Werden sie akzeptiert, landen sie gebündelt in einem „Block“ und werden an die Kette angehängt.
Das Wort „Kette“ ist wörtlich gemeint. Jeder Block enthält einen kryptografischen Fingerabdruck des vorherigen Blocks, sodass die Blöcke in einer festen Reihenfolge verbunden sind. Würde man eine alte Transaktion ändern, würde sich der Fingerabdruck dieses Blocks ändern – und damit auch jeder Fingerabdruck danach. In einem großen Netzwerk müsste man dafür eine enorme Menge an Arbeit wiederholen und die Mehrheit davon überzeugen, die eigene Version zu akzeptieren. Genau das macht etablierte Blockchains so schwer nachträglich zu verändern.
Das ist wichtig, weil es das Vertrauen in ein bestimmtes Unternehmen überflüssig macht. Du musst nicht glauben, dass der Kontostand einer Bank stimmt – du kannst das Kontobuch selbst überprüfen. Das ist die eigentliche Innovation. Was eine Blockchain nicht tut, ist, Daten wahr zu machen – trägt jemand eine Lüge ein, bewahrt das Netzwerk diese Lüge treu auf. Sie garantiert, dass Einträge schwer zu verändern sind, nicht dass sie korrekt sind.
Zum Beispiel
Bitcoins Blockchain hat seit 2009 jede einzelne Transaktion aufgezeichnet, und jeder kann das gesamte Verzeichnis herunterladen und unabhängig überprüfen.
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